Das Interaktionsfeld
Mit wem arbeite ich?
Prinzipiell arbeite ich mit:
→ Menschen mit Abhängigkeitsmustern,
→ eng mit ihnen verbundenen Personen (Partner:innen, Familie, Freunde),
→ und selektiv mit Organisationen und Führungskräften, die mit solchen Konstellationen umgehen.
Nicht jede Konfiguration eignet sich jedoch jederzeit für gezielte Arbeit. Diese Seite erklärt, wo und wie Interventionen sinnvoll sein können – und wo andere Unterstützungsformen passender sind.
1. Arbeit mit mehreren Beteiligten
Manchmal kontaktieren mich mehrere Personen aus demselben System:
→ ein oder mehrere Betroffene,
→ Partner:innen oder Familienmitglieder,
→ gelegentlich Kolleg:innen oder Führungskräfte.
Dann müssen wir sehr klar definieren:
→ Streben wir ein gemeinsames übergeordnetes Ziel an?
(z. B. Stabilisierung eines Familiensystems, integrer Umgang mit Trennung, Aufbau funktionaler Teamstrukturen)
→ Oder kontaktieren mich Menschen asynchron und unabhängig, ohne geteilte Ziele?
Parallele, unkoordinierte Arbeit mit Mehreren kann:
→ unrealistische Erwartungen erzeugen,
→ Loyalitäts- und Verschwiegenheitskonflikte schaffen,
→ die Wirksamkeit verwässern.
Deshalb:
→ Ich bin offen für Arbeit mit mehreren Beteiligten,
→ aber nur bei transparenten Absprachen über Ziele, Grenzen und Informationsfluss.
Wo das nicht möglich ist, empfehle ich:
→ zuerst Fokus auf eine Person oder Untergruppe,
→ spätere Einbindung anderer,
→ der Weiterleitung zu anderen Fachkräften.
2. Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche leiden oft stark unter Abhängigkeitssystemen.
Allerdings:
→ Sie sind nicht mein primäres Arbeitsfeld,
→ und ich biete keine Integration von Kindern oder Jugendlichen an.
Was ich tun kann:
→ Eltern und Erziehungsberechtigte bei der Verständnis der Dynamiken unterstützen,
→ ihnen helfen, passende professionelle Unterstützung zu klären,
→ und wo möglich auf geeignete Ressourcen oder Institutionen hinweisen.
Das Wohl und der Schutz Minderjähriger erfordern spezialisierte Rahmenbedingungen.
Ich nehme das ernst und priorisiere immer geeignete Fachkontexte vor eigener Einbindung.
3. Arbeitsplatz, Führungskräfte, öffentliche Personen
Abhängigkeit hört nicht an der Bürotür auf. Oft liegt das zentrale Wirkungsfeld bei:
→ dem Arbeitsplatz,
→ Führungspositionen,
→ oder Rollen mit hoher öffentlicher Sichtbarkeit.
Hier verschmelzen mehrere Ebenen:
→ persönliche Vulnerabilität,
→ organisationale Strukturen und Anreize,
→ Reputations- und Rechtsrisiken,
→ sowie die Frage, wie man mit Humankapital verantwortungsvoll umgeht.
In diesem Bereich kann ich besonders gut helfen, weil ich verbinde:
→ tiefe Erfahrung in Hochdruckumfeldern (z. B. Finanzmärkte),
→ eine systemische Sicht auf Organisationen,
→ und eine klare ethische Haltung zu Autonomie und Verschwiegenheit.
Mögliche Konstellationen:
→ Führungskräfte, die diskrete Unterstützung für eigene Muster suchen,
→ Organisationen, die einen sensiblen Fall ohne Stigmatisierung handhaben wollen,
→ oder öffentliche Personen, die einen hochgeschützten Raum brauchen.
4. Klarheit und Grenzen
Über alle Kontexte hinweg gilt ein Prinzip:
→ Ich arbeite nur dort, wo eine Intervention wirksam (effektiv), ethisch einwandfrei und strukturell realistisch sein kann.
Das bedeutet:
→ Ich sage manche Anfragen ab, auch wenn das Leid real ist.
→ Ich bin transparent darüber, warum eine Konstellation geeignet oder ungeeignet ist.
→ Ich weise, wo möglich, auf andere Hilfsformen hin.
Meine Rolle ist nicht, für alles verfügbar zu sein.
Meine Rolle ist, präzise, ehrlich und mit klaren Grenzen zu arbeiten – dort, wo mein Ansatz wirklich etwas bewirken kann.
