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Meine Definition

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100% abhängig – das ist normal!

Grundlegend ist jeder Mensch zu 100% abhängig:

→ von biologischen Bedingungen,

→ von sozialen und ökonomischen Systemen,

→ von Technologie und Infrastruktur,

→ von Informationsflüssen und kulturellen Narrativen.

.

Abhängigkeit ist in diesem Sinn kein Fehler. Sie ist schlicht Realität. Niemand existiert im Vakuum, und niemand ist „unabhängig“ im absoluten Sinn, wie es motivierende Slogans manchmal suggerieren.


Wann Abhängigkeit zum Problem wird

Probleme entstehen, wenn diese natürliche Grundlage (→ baseline ):

fehlgeleitet wird (schlechtes Selbstmanagement oder externes Fehlmanagement),

verzerrt wird (Kurzzeitlinderung auf Kosten langfristiger Schäden),

→ oder von Strukturen gekapert wird, die davon profitieren, Menschen in dysfunktionalen Schleifen zu halten.

Dann verschiebt sich Abhängigkeit zu dem, was wir gemeinhin Sucht nennen:

→ Sucht und Abhängigkeit selbst ist in meiner Definition ein Managementfehler der Abhängigkeit

→ ein funktionaler Defekt darin, wie wir uns zu dem verhalten, was wir brauchen, wollen und nutzen.

Das kann in vielen Formen auftreten:

→ Substanzen,

→ Verhaltensweisen,

→ Beziehungen,

→ Arbeit,

→ Geld,

→ digitale Umgebungen und mehr.

Ein anderer Blick auf das „Spielbrett“

Eine hilfreiche Vorstellung ist ein Spielbrett:

→ Das Brett besteht aus allen Abhängigkeiten, in denen wir unvermeidlich leben.

→ Die Regeln sind die sozialen, ökonomischen, biologischen und psychologischen Zwänge, die wir nicht einfach ignorieren können.

→ Unsere Züge sind die Wege, wie wir uns auf diesem Brett managen: wie wir Substanzen, Gewohnheiten, Beziehungen und Systeme nutzen.

Viele fühlen sich wie Bauern auf diesem Brett – bewegt von Kräften, die sie nicht voll verstehen. Andere agieren eher wie Damen – mit mehr Optionen, aber immer noch den gleichen Grundregeln unterworfen.

In beiden Fällen entstehen dysfunktionale Muster, wenn das Selbstmanagement versagt oder überfordert wird.

Warum das für Interventionen zählt

Wenn wir Abhängigkeit als Managementfehler in einer vollständig abhängigen Umgebung definieren, ergeben sich daraus mehrere Konsequenzen:

→ Wir müssen den Zustand nicht mystifizieren.

→ Wir können bestehende medizinische und therapeutische Frameworks respektieren, ohne in jedem Fall deren Sprache übernehmen zu müssen.

→ Wir können Interventionen gestalten, die:

→ das konkrete „Spielbrett“ einer Person analysieren,

→ erkennen, wo das Management versagt,

→ und schrittweise funktionale Autonomie wiederherstellen.

Das ist die Linse, durch die ich Abhängigkeiten in meiner 1:1-Arbeit und meinen konzeptionellen Projekten betrachte.

Thomas Puhl | Freelancer | B2C Germany [DACH][DE]
Technology: Voideffect LLC, Wyoming
B2B global: Thomas Puhl LLC, Wyoming, USA thomaspuhl.com
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